Wir saßen am fuß

Róža Domašcyna

Wir saßen am fuß

Wir saßen am fuß eines hügels, das kind und ich.
Ich schlug ein Buch auf. Lies laut, sagte das kind.
Da sprach ich: Li-Tai-Bo:
Entschwunden sind längst die Vögel in lichteren Höhn.
Wer weiß, wohin jedes müßige Wölkchen entwich.
Zwei gibt es, die können einander nie genug sehn:
Der Dsching-Ting-Berg und ich.

Ja, sagte das kind.

Aus: Róža Domašcyna: Feldlinien. Gedichte. Aus fünfundzwanzig Jahren. Mit fünf Holzschnitten von Karl-Georg Hirsch. Hrsg., gestaltet und mit e. Nachwort vers. von Jens-Fietje Dwars.
Bucha bei Jena: Quartus-Verl., 2014. 95 S. Originalbroschur. (= Edition Ornament Bd. 13.), S. 47.

Hier mehr über das Buch.

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Duda

Róža Domašcyna

Duda

gesamt

ja du da
da du ja
ja da du
du da ja
du ja da
da ja du

deutsch (unvollständig)

ja du da
da du ja
du da ja

sorbisch (unvollständig)

du ja da
ja da du
da ja du

gedeutet

im gehen gebe ich mich dir

Aus: Róža Domašcyna: Feldlinien. Gedichte. Mit fünf Holzschnitten von Karl-Georg Hirsch. Bucha bei Jena: Edition Ornament im quartus Verlag, 2014, S. 39.

[da: sorbisch gibt/geben; ja: sorbisch ich; du: sorbisch ich gehe]*

*) Wenn man weitere Sprachen hinzunimmt, wird es kompliziert. Z.B. duda ist Spanisch für Zweifel; da Italienisch für seit, aus, zu; du Französisch für von, aus; da: Russisch für ja; ja Finnisch für und