Lesebewegung

William Forsythe beschrieb Tanz als etwas, für dessen Betrachtung man später keinen Beweis in der Hand habe. Man könne als Zuschauer nicht viel mehr sagen, als dass man auch da gewesen sei. Texte, die funktionieren wie Tanz, das würde mir gut gefallen. Es wäre Fortschritt.

(Martina Hefter, Die Lesebewegung. In: Norbert Lange (Hrsg.): Metonymie. Berlin: Verlagshaus J. Frank, 2014, S. 221)

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Werden wir durchsichtig sein füreinander? 



1.9.4.4 martina hefter: Werden wir durchsichtig sein füreinander?

Textkette

Ausgewählt von Kerstin Becker

Michael Gratz schlug mir Martina Hefter vor, was freut:

 

Werden wir durchsichtig sein füreinander?

 

Man spürt sich überall gegen den Abend.

Der Zustand ist Zelt, ein Gartenzelt, blauweiß gestreift,
darin eine Sommergesellschaft auf Stühlen, zierlich,

Menschen und Blumen, Blumen und
hingestreut

im Winter silbrige Blättchen,
werden wir durchsichtig sein?

(aus: Nach den Diskotheken, kookbooks)