Ein Neckvers an Tu-Fu

Da! Bist das Du auf dem Gipfel des Sturmstill-Berges,
Und trägst einen riesigen Hut in der Mittagssonne?
Wie dünn, wie jämmerlich dünn bist Du geworden!
Du mußt wieder sehr an der Dichtkunst gelitten haben.

Li Bai

Aus: Gedichte nach den unsterblichen des Li-Tai-Po von Hans Schiebelhuth. Darmstadt: Darmstädter Verlag, 1948. Unpaginiert

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Wir saßen am fuß

Róža Domašcyna

Wir saßen am fuß

Wir saßen am fuß eines hügels, das kind und ich.
Ich schlug ein Buch auf. Lies laut, sagte das kind.
Da sprach ich: Li-Tai-Bo:
Entschwunden sind längst die Vögel in lichteren Höhn.
Wer weiß, wohin jedes müßige Wölkchen entwich.
Zwei gibt es, die können einander nie genug sehn:
Der Dsching-Ting-Berg und ich.

Ja, sagte das kind.

Aus: Róža Domašcyna: Feldlinien. Gedichte. Aus fünfundzwanzig Jahren. Mit fünf Holzschnitten von Karl-Georg Hirsch. Hrsg., gestaltet und mit e. Nachwort vers. von Jens-Fietje Dwars.
Bucha bei Jena: Quartus-Verl., 2014. 95 S. Originalbroschur. (= Edition Ornament Bd. 13.), S. 47.

Hier mehr über das Buch.

GNOMIC VERSES

Ezra Pound

GNOMIC VERSES.

When the roast smoked in the oven, belching out blackness,
I was bewildered and knew not what to do,
But when I was plunged in the contemplation
……….. Of Li Po’s beautiful verses,
This thought came upon me,—
When the roast smokes, pour water upon it.

Aus: BLAST. REVIEW OF THE GREAT ENGLISH VORTEX. Edited by WYNDHAM LEWlS. No. 2. July, 1915, S. 21.