Hejh, diese Welt

Sandor Petöfi

Hejh, diese Welt

Hejh, diese Welt, wie groß sie ist,
So klein doch du, mein Täubchen bist!
Besäße ich aber Dich, mein Leben,
Ich würde Dich um die Welt nicht geben!

Der Tag bist du, die Nacht bin ich,
Ich fühle voll vom Dunkel mich;
O, flössen unsre Herzen zusammen:
Welch´ Morgenroth müßte daraus entflammen

Dein Auge schlag‘ zu Boden doch,
Denn mir verbrennt es die Seele noch;
Du aber fliehst mich ohne Hehle:
Nun, so verbrenne meine Seele!

1844

Deutsch von K.M. Kertbeny

Aus: Alexander Petöfi’s Dichtungen. Nach dem Ungrischen, in eignen wie fremden Übersetzungen gesammelt von K.M. Kertbeny. Stereotyp-Ausgabe. Berlin: A. Hofmann & Comp., o.J. S. 6

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