JAN KOCHANOWSKI KLAGELIEDER (TRENY)

Jan Kochanowski (1530 Sycyna – 1584 Lublin)

KLAGELIEDER

V

Wie der Olivenbaum,so klein, im hohen Garten,
Dem Erdreich in der Mutter Spur entwachsen,
Welcher kein Zweiglein noch und noch kein Blatt hervorbringt,
Sondern nur eben erst als schwanker Stiel empor klimmt,
Wie dieser – den der Gärtner, jätend Unkraut,
Versehentlich mit Nesseln, Dornenranken abhaut –
Sogleich dahin welkt und, da er des Lebens Kraft verloren,
Vor der geliebten Mutter Füßen sinkt zu Boden:
So ist es dir, o liebste Ursula, geschehen,
Du hattest dich – dies durften unsere Augen sehen –
Etwas schon von der Erde aufgereckt; der Atem
Grausamen Todes streifte dich, du fielst dem Vater,
Der bangen Mutter vor die Füße. Proserpine,
Ach, wieviel Tränen, Ungerührte, lässt du rinnen?

(Deutsch von Roland Erb)

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Ucieszna moja śpiewaczko! Safo słowieńska!

Schick ich mal dem hinterher

Jan Kochanowski (1530-1584)

Treny VI

Ucieszna moja śpiewaczko! Safo słowieńska!
Na którą nie tylko moja cząstka ziemieńska,
Ale i lutnia dziedzicznym prawem spaść miała!
Tęś nadzieję już po sobie okazowała,
Nowe piosnki sobie tworząc, nie zamykając
Ustek nigdy, ale cały dzień prześpiewając,
Jako więc lichy słowiczek w krzaku zielonym
Całą noc prześpiewa gardłkiem swym ucieszonym.
Prędkoś mi nazbyt umilkła! Nagle cię sroga
Śmierć spłoszyła, moja wdzięczna szczebiotko droga!
Nie nasyciłaś mych uszu swymi piosnkami,
I tę trochę teraz płacę sowicie łzami.
A tyś ani umierając śpiewać przestała,
Lecz matkę, ucałowawszy, takeś żegnała:
„Już ja tobie, moja matko, służyć nie będę
Ani za twym wdzięcznym stołem miejsca zasiędę;
Przyjdzie mi klucze położyć, samej precz jechać,
Domu rodziców swych miłych wiecznie zaniechać.“
To i czego żal ojcowski nie da serdeczny
Przypominać więcej, był jej głos ostateczny.
A matce, słysząc żegnanie tak żałościwe,
Dobre serce, że od żalu zostało żywe.

O MEINE FRÖHLICHE SÄNGERIN! SAPPHO DER SLAWEN!

Textkette Freistil 17.4. 2014

Jan Kochanowski (1530 -1584)

KLAGELIEDER (Treny)

(Ausgewählt von Roland Erb)

VI.

O meine fröhliche Sängerin! Sappho der Slawen!
Welcher doch nicht nur ein kleines Stückchen vom Rasen,
Sondern die Laute auch werden sollte zum Erbe!
Denn wir erblickten schon dieser Hoffnung Gebärde,
Da du dir Liedchen ersannst, niemals je schließend
Den Mund, ja, all die Stunden des Tages uns grüßend,
So wie die Nachtigall winzig zur Freude der Seele
Nachtüber singt im Gesträuch mit bebender Kehle.
Ach, du verstummtest zu schnell! Denn jählings verschreckte
Grausamer Tod die morgens mich plaudernd sonst weckte!
Süß war dein Lied mir, keinem andern vergleichlich,
Doch dies Wenige zahl ich mit Tränen nun reichlich.
Und, im Sterben schon, hörtest du nicht auf zu singen,
Sagtest der Mutter, sie küssend, seltsame Dinge:
„Mutter, ich werde von Stund an nicht mehr dir dienen,
Noch darf es mir an eurem Tische geziemen,
Fort muss ich gehn, zurück euch die Schlüssel geben,
Meine geliebten Eltern verlassen auf ewig.“
Was längres Erinnern dem Vater, der schließlich verzagte,
Verbietet: die Worte, die stockenden Atems sie sagte.
Und als die Mutter die Entfliehende sprechen hörte,
War es, als ob ihr Herz sich von selber zerstörte.

1580

(Aus dem Polnischen von Roland Erb)