Chosrou und Schirin (Auszug)

Für das Liken von 1.7.4.4.1.1.1.1.1.2.1.3.1 (Goethe: „In tausend Formen magst du dich verstecken…“) bekam ich von Roland Erb zugeteilt: Nezami

Hatte die Qual, einen Ausschnitt aus dem Liebesepos „Chosrou und Schirin“ in der Übersetzung von Christoph Bürgel zu wählen. Möglichst kurz, weil noch nicht Copyright-befreit, und möglichst verständlich. Hier also die Verse, nachdem Farhad sich vor Gram über Schirins vermeintlichen Tod vom Felsen stürzte…

Die Jungfer Staub, glänzt sie auch mondgestalt –
schlag in den Wind ihr Wort; denn sie ist alt!
Der Mond wird dunkeln, sich ein Sturm erheben,
der Jungfer Staub wird man die Scheidung geben.
Doch kommt der Sturm nun heute oder nicht,
entfach im Staub nicht solch ein Fackellicht!
In dieser Handvoll Staub, Staub in den Händen,
magst mit zehn Fingern du ein Licht entzünden;
gefährlich bleibt der Staub, der um dich schwillt;
da er des Fingers Wunde dir nicht stillt.

Auszug im persischen Original:

عروس خاک اگر بدر منیرست
به دست باد کن امرش که پیرست
مگر خسفی که خواهد بودن از باد
طلاق امر خواهد خاک را داد
گر آن باد آید و گر ناید امروز
تو بر بادی چنین مشعل میفروز
در این یک مشت خاک ای خاک در مشت
گر افروزی چراغ از هر ده انگشت
نشد ممکن که این خاک خطرناک
بر انگشت بریده بر کند خاک

Quelle: http://moraffah.blogfa.com/cat-99.aspx?p=13

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