Rizas en ondas ricas del rey Midas

1.9.4.3.1.1 francisco de quevedo: Rizas en ondas ricas del rey Midas

Textkette

Ausgewählt von Mirko Wenig

Mein erster Beitrag zur Textkette ist auch schon Eingeständnis des Versagens. Mein Bruder Sven Wenig hat mir den spanischen Barockdichter Francisco Gomez de Quevedo y Santibañez Villegas zugewiesen, von dem ich nichts besitze und von dem ich nur spanischsprachige Gedichte im Netz fand. „Ist ein Formkünstler und Manierist“, behauptet mein Bruder. Google Translator hat sein Bestes gegeben, auch der Übersetzungsdienst PROMT. Aber ach! Seht selbst. Wer das trotz allem liked, bekommt möglicherweise einen Minnesänger mit verschollenem Werk zugewiesen.

 

Rizas en ondas ricas del rey Midas,
Lisi, el tacto precioso cuanto avaro;
arden claveles en tu cerco claro,
flagrante sangre, espléndidas heridas.

Minas ardientes al jardín unidas 5
son milagro de amor, portento raro;
cuando Hibla matiza el mármol paro,
y en su dureza flores ve encendidas.

Esos, que en tu cabeza generosa,
son cruenta hermosura, y son agravio 10
a la melena rica y victoriosa,

dan al claustro de perlas en tu labio
elocuente rubí, púrpura hermosa,
ya sonoro clavel, ya coral sabio.

GOOGLE TRANSLATOR:

Reffen in reichen Wellen von König Midas,
Lisi, der Geizhals als schöne Geste;
Nelken brennen in Ihren Zaun klar,
Brutto Blut, Wunden herrlich.

Minas brenn den Garten zusammen fünf
Enchanted sind, seltene Wunder;
wenn die Arbeitslosigkeit qualifiziert Hibla Marmor
Härte und seine Blumen schaut zu.

Diese, in Ihre großzügige Kopf,
sind blutig Schönheit, und 10 sind falsch
die Reichen und sieg Mähne,

geben den Kreuzgang der Perlen auf der Lippe
eloquent Rubin, schöne lila,
Ton-und Nelke, Salbei und Korallen.

PROMT – ein kostenloser Text- u Webseitenübersetzer

Du kräuselst in reichen Wellen von König Midas,
Lisi, die kostbare Berührung alles, was Geiziges;
sie verbrennen Nelken in deinem klaren Ring,
schamloses Blut, prächtige Wunden.

Heiße Bergwerke im Garten vereinigt 5
das sind Wunder von Liebe, seltenes Wunder;
wenn Hibla den Marmor schattiert, halte ich,
und in seiner Härte sieht er Blumen angezündet.

Diese, die in deinem großzügigen Kopf,
es sind 10 blutige Schönheit, und sind Beleidigung
in der reichen und siegreichen Mähne,

sie geben im Perlenkreuzgang in deiner Lippe
ausdrucksvoller Rubin, schöner Purpur,
schon klangvolle Nelke, bald weise Koralle.

 




‪Katja Thomas gefällt das.
Mirko Wenig Sehr moderne Übersetzungen, das.




Mirko Wenig Ich hätte natürlich versuchen können die Texte auf Basis der Web-Übersetzungen nachzudichten, viel müsste man ja nicht ändern . Aber mehr Manierismus als „eloquent Rubin, schöne Lila“ hätte ich auch nicht gelten lassen, haha!
Mirko Wenig Jaja, Sonett-Form. In diesem Fall eben eine „So besser net!“-Form
Roland Erb Dass ich das geteilt habe, heisst nicht, dass ich mich jetzt anketten lasse. Aber ich will mal irgendwo nachsehen, ob der spanische Text stimmt. Wenn es z.B. „rizos“ hieße statt „rizas“, dann wären es einfach die Haarlocken etc.etc.
Mirko Wenig …ich habe das von IRGENDEINER Webseite genommen, ohne Garantie auf Fehlerfreiheit. Eigentlich wäre es ganz spannend, mit Verwendung der Übersetzungsfehler einen neuen Text draus zu machen. „Wenn die Arbeitslosigkeit qualifiziert“ ist zum Beispiel eine schöne Wendung und hat im Originaltext so sicher keine Entsprechung . Aber ich hatte nicht die Muse, mich dieser doch sehr strengen Form zu widmen, und da fehlt mir sicher auch Talent u Übung .
Mirko Wenig …wobei es ja heißt, Sonette seien leichter zu bauen als andere Formen. Aber dann noch die rhetorischen Figuren zu übernehmen…uff. Sven hat sicher Original und eine gängige Übersetzung .
Sven Wenig Mensch Mirko: wenn aus Deiner Übersetzung mal nicht eine neue Bewegung entsteht. Übrigens: ich schaue immer nochmal nach, ob die Texte im Netz auch richtig sind. Gerade bei fremdsprachigen Texten wähle ich lieber welche, die ich auch zuhauseliegen habe.
Sven Wenig Ich like übrigens trotzdem, schon wegen der Übersetzung. Aber erst, nachdem ich morgen Rumi gepostet habe. Und ‪Fidel Klaufschneider bekommt noch den Attila József. Dass ich diesen noch nicht gepostet habe, liegt daran, dass ich immer noch voller Freude – erstmal lese. Eine tolle Entdeckung für mich: ‪http://www.perlentaucher.de/…/ein-wilder-apfelbaum-will
Attila Jozsef: Ein wilder Apfelbaum will ich werden. Szeretnem, ha vadalmafa lennek. Gedichte…
www.perlentaucher.deAttila Jozsef. Ein wilder Apfelbaum will ich werden. Szeretnem, ha vadalmafa lennek – Gedichte 1916-1937. Deutsch – ungarisch. Zürich, Ammann Verlag, 2005.
Mirko Wenig Katja, DU hast geliked! Muss ich Dir jetzt einen neuen Autoren zuweisen? Kommst Du an Gedichte von Beatrix Haustein ran?
Roland Erb Die spanische Barocklyrik mit den Hauptvertretern Góngora und Quevedo ist ziemlich schwer zu übersetzen. Beim culteranismo und conceptismo, wie diese Dichtungstile genannt werden, spielen Redefiguren, Metaphern, Wortspiele, komplizierte Wortstellung innerhalb der Verse, Mehrdeutigkeit eine riesige Rolle. An neueren Übersetzungsversuchen wäre Erich Arendts Übertragung der Soledades von Góngora zu empfehlen, die es u.a. bei Reclam Leipzig gab.
Sven Wenig Ich habe vor Kurzem, als ich an meiner Barockarbeit saß, von einem sehr bekannten Gedicht Quevedos gleich drei Übertragungen von verschiedenen Übersetzern abgetippt. Aber wie es so ist: gerade finde ich die Datei nicht bzw. den Ordner, wo ich es abgespeichert habe. Vielleicht morgen mal.




Mirko Wenig Google Translator hat wiederum ganz eigene Wortspiele gefunden, haha!

Advertisements