Auf Höchst-erwehnten Wunder-Tag

1.9.1 catharina regina von greiffenberg: Auf Höchst-erwehnten Wunder-Tag

Ausgewählt von Fidel Klaufschneider im Auftrag von Sven Wenig

TEXTKETTE

Jede Person, welche bei diesem Gedicht hier „gefällt mir“ klickt, bekommt von mir eine(n) AutorIn zugewiesen, sucht dann ein Gedicht von diesem Autor/dieser Autorin raus und postet es auf der eigenen Pinnwand, um so das Gedichte-Netz weiter zu spannen.

Catharina Regina von Greiffenberg
(1633- 1694)

(da ich mich auch nach 3x nettextsammlung durchlesen nicht recht entscheiden kann, den anderen ausgesuchten text nicht mehr finde, nun dieses:)

Auf Höchst-erwehnten Wunder-Tag

O Nie-gesehne Sach! ein Jungfrau-Mutter wieget
denselben / der doch selbst die Haubtbewegung ist.
Er hat zur lieg statt ihm ein spannbreit Ort erkiest.
Der / so die Erd‘ umspannt / ietzt in der Krippen lieget.
Er lässt den Himmels-Saal / und sich in Stall herfüget.
Ach mein Herz! daß du nicht stat seiner Windeln bist /
und Lieb-verbindlichst stark umfängest deinen Christ!
Ach daß ich ihn ein mal in meine Arme krieget‘!
Ach Ochs und Esel / weicht und lasst mir euren Platz!
daß ich bedienen kan den kleinen Tausend Schatz.
Was unrecht! dieser / der die Federn selbst erschaffen /
muß auf dem harten Stroh ohn alle Federn schlaffen.
mein Herz ist feder-voll / fliegt dir mein Heiland zu:
Ach würdig‘ es so hoch / und in demselben ruh!

Aus: Catharina Regina von Greiffenberg, Geistliche Sonnette, Lieder und Gedichte, Nürnburg 1662, S. 112

 

Sven Wenig und Asmus Trautsch gefällt das.

Fidel Klaufschneider  jede Person, welche das liked, bekommt einen Dichter oder Schriftstellerin zugewiesen. Einfach ein Gedicht raussuchen, posten und so die lyrische Kette fortführen.
9. Februar um 16:24

Sven Wenig Oh, jetzt zittere ich
9. Februar um 20:43

Michael Gratz wer nicht hören will muß fühlen
9. Februar um 20:45

Sven Wenig Ich höre ja: ich habe eine spannende Dichterin vorgeschlagen und „geliked“. Aber da Fidel nicht so froh darüber schien, bin ich jetzt am Zittern.
9. Februar um 20:46

Michael Gratz ich fühls
9. Februar um 20:47

Michael Gratz gefiedelt und geliket
9. Februar um 20:48

Sven Wenig Ich scheine übrigens mittlerweile der „King der toten Äste“. Nicht mal den Walther mochte einer mögen.
9. Februar um 20:49

Michael Gratz bitte um nachsicht daß ich momentan von jedem weiteren liken absehn muß ich hätte
9. Februar um 20:49

Michael Gratz langfristig schwebt mir eine begehbare anthologie vor, ein bißchen bibliothek von babel. irgendwann kommt schon jemand am waltherast vorbei. das müßte natürlich programmiert werden. um das machbare auszuprobieren treibe ich das ja weiter. und danke dir und allen die mitmachen
9. Februar um 20:57

Fidel Klaufschneider ich wähnte mich auch aufm toten ast & wußte nicht mal, liegts an der von Wenig auserkorenen oder meiner wenigkeit wahl? … aber ein barmherziger daumen oder unnötig reumütiger daumen hat sich gefunden! ich war wirklich nciht unzufrieden, weiß nicht, was so ankam! (und muss noch nachdenken, wen ich dir verehre … dachte sogar besser 2, zur auswahl, aber das ist auch heikel, wenns lebende sind, wird automatisch eine/r zurückgesetzt! ) aber erst morgen so, spontan tät ihc dir einen ungarn empfehlen, oder doch gleich (wenn du nit magst, tue kund und ich such was anderes aus!) ALSO DIR SVEN WENIG DEN JOZSEF ATTILA (eher, statt Petri) – ob er sich auch im netz findet = nem tudom? (und wenn ich meien 2. aufgabe abgearbeitet habe, werde ich wahrsch. auch den WvV leicken!)
9. Februar um 21:15

Sven Wenig Den József Attila nehme ich gern. Zumindest die Nachdichtungen Fühmanns habe ich zuhaus. Nur die Originale werden sich schwerer beschaffen lassen. Ich würde also einfach eine Nachdichtung posten.
9. Februar um 21:33

Sven Wenig Ich müsste bei Gelegenheit vielleicht mal ein paar Interpretationen meiner „toten Äste“ skizzieren. Die Elis- Gedichte sind großartig. Und das Gedicht von Gryphius sehr untypisch und vielleicht noch nicht einmal das gelungenste, aber reizvoll in seiner Form. Na, mal sehen.
9. Februar um 21:37

Pega Mund also – lieber langsam liken (sag i mir), by and by, zumal der montag schon harsch seine pranke schüttelt und ich ins werktätigenjoch werd gespannt sein mit nur marginalen schlupflöchern in die anderwelt, wo einem die verse von den bäumen in den mund wachsen – und Sven, du hast noch eine marie luise kaschnitz von mir gut, die kommt auch, aber halt entschleunigt, muss erst mal die plath’schen leichenräume abarbeiten –
9. Februar um 23:37

Fidel Klaufschneider ja sicher in nachdichtung oder übersetzung, im original macht das doch in fast allen fällen „wenig“ sinn (HA, lieber Christian Kreis , ich ertappe ich mich gerade dabei, jetzt sag ich auch macht sinn … so ein mist!) +++ wo findet man das Gryphius gedicht, auf deiner seite?
vor 11 Stunden

Sven Wenig Eigentlich ja.
vor 10 Stunden

Fidel Klaufschneider wenn ich das alles like, also nicht nur wegen der zeit – aber das nimmt inzestuöse züge an, oder?
vor 10 Stunden

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