Ungestilltes Sehnen

1.6.8.2.1.3.2.2 böhlendorff: Ungestilltes Sehnen

Textkette

Ausgewählt von Kristian Kühn

Auf Wunsch von Michael Gratz

 

Casimir Ulrich Böhlendorff:

Ungestilltes Sehnen

Soll ich immer weiter wandern,
Selten rasten, nimmer ruhn?
Ach! Da komm ich nur zu Andern,
Aber nimmer zu den Meinen;
Weiß von Keinen,
Die mit Lust mir Liebes thun.

Zieht der Schwan in goldnen Kreisen
Durch die fernen Himmelshöh’n,
Denk ich: Könnt ich mit Dir reisen!
Liebend findest Du die Lieben;
Mich im trüben
Nebel will kein Herz verstehn!

Heimath ist mir längst entschwunden,
Lieb’ und Frieden sucht mein Herz,-
Hat sie nimmer doch gefunden;
Ach! Es sucht bis zum Ermüden
Lieb und Frieden! –
Werd’ nicht müd’, mein armes Herz!




Sven Wenig Ein schönes Gedicht – und auch noch ein Autor mit Bezug zur Jenaer Universität, wohin ich gleich aufbreche. Aber ich bin zum Liken noch zu sehr mit meinen anderen Texten hinterher.
Bertram Reinecke super ja …
vor etwa einer Stunde
Roland Erb Danke ,Herrn Böhlendorff „kannte“ ich bisher nur über Bobrowski. Wobei dieser – zugegeben schöne Text – sicher nicht aureicht, um sich ein Bild von Böhlendorffs Eigenheiten zu machen.

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