BETRUNKENER AUF DEN GLEISEN

1.9.1.1 attila jozsef: BETRUNKENER AUF DEN GLEISEN

Textkette

Ausgewählt von Sven Wenig

 

Beim letzten mal habe ich den Warnhinweis vergessen: also wer likt, bekommt eine Dichterin oder einen Dichter zum Posten zugeteilt.

Denn hier folgt eine weitere Aufgabe für die Textkette (ich bin ja selber schuld: mir gefällt zu viel) – für das Liken von Catharina Regina von Greiffenberg bei Fidel Klaufschneider bekam ich zugeteilt: Attila József.
Ich habe ein Gedicht aus der Frühzeit des Dichters gewählt:

Attila József
RÉSZEG A SÍNEKEN

Egy részeg ember fekszik a síneken,
A bal kezében tartja a butykosát
És hortyog. Alszik hajnali hívesen.
Az Éj az úton most üget el tovább.

Kuszált haját már ékesitette sok
Giz-gaz-szeméttel lágyan az éji szél,
Most hint az ég rá isteni harmatot
S meg nem mozog, csak melle zihál, hisz él.

Jobb ökle mint a talpfa olyan kemény,
Úgy alszik mint rég, anyja meleg ölén.
Ruhája rongyos. Még fiatal; legény.

A Nap se kél, az ég hamuszínre tört.
Egy részeg ember fekszik a síneken
És messziről lassan dübörög a föld.

1922. aug.-szept.
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Attila József
BETRUNKENER AUF DEN GLEISEN
Übertragung von Daniel Muth

Ein betrunkner Mensch liegt auf den Gleisen,
In der Linken die Flasche. Er schnarcht.
Schläft an des Morgendämmerns kühlem, leisem
Grund. Am Wege trabt grade fort die Nacht.

Sein zerzaustes Haar, wirr, geschmückt mit vielen
Müllschnippseln, es flattert lose im Wind.
Er wird zugestreut mit Tau aus den Himmeln…
Doch rührt sich nicht, keucht ab und zu mal, lebt.

Die rechte Faust wie Bahnschwellen, so hart.
Er schläft wie einst in seines Mutters Schoß.
Sein Kleid zerfetzt. Er ist noch jung. Ein Junge.

Die Sonne steigt nicht auf. Aschfahl und zart
Der Himmel. Er liegt da beim Schienenbett –
Und aus der Ferne dröhnt langsam die Erde.

Sven Wenig Der Dichter wurde mir vorgeschlagen von ‪Fidel Klaufschneider. Der Text mit Übersetzung ist aus folgendem Band: ‪http://www.perlentaucher.de/…/ein-wilder-apfelbaum-will… So, jetzt habe ich aber erst mal genug gepostet.
Attila Jozsef: Ein wilder Apfelbaum will ich werden. Szeretnem, ha vadalmafa lennek. Gedichte… 
www.perlentaucher.de Attila Jozsef. Ein wilder Apfelbaum will ich werden. Szeretnem, ha vadalmafa lennek – Gedichte 1916-1937. Deutsch – ungarisch. Zürich, Ammann Verlag, 2005.

Michael Gratz nie wieder liken???

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