Verwalter der Geister

Viel reden wir heutzutage zum Beispiel von einer Einengung des Spielraums der Poesie. Ich denke, wir kommen mit unseren Klagen ein bißchen zu spät. Auf der Suche nach der wahrlichen Glanzzeit des Gedichts, des Lieds, des Zauberns müßten wir ja ungefähr bis ins obere Paläolithikum zurück. Da hatten sie es so richtig gut: die Poeten, die Schamanen, die Herbeizauberer des täglichen Fleisches, oder Verwalter der Geister.

Aus: Ágnes Nemes Nagy, Dennoch schauen. Gedichte. Nachgedichtet von Franz Fühmann. Leipzig: Insel, 1986, S. 78 (Übersetzung dieses Textes Paul Kárpáti)

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