Was mich dem Dadaismus verband

Zweierlei ist es, was mich dem Dadaismus verband und verbindet: sein ausgeprägter Sinn für Humor, mit dem man der Tragik der menschlichen Situation, nämlich der Sterblichkeit des Menschen, seiner Aussicht auf Nichts, geistvoll begegnete, und sein Verzicht auf Theorie und System. Jedes Gedicht — und das Gedicht war die Form des Dadaismus schlechthin — hatte sein System, aber darüber hinaus gab es keines.

Ernst Jandl: Anmerkungen zur Dichtkunst. In: Ders.: Autor in Gesellschaft. Aufsätze und Reden. München: Luchterhand, 1999, S. 189.

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