Wenn die Henne wie der Hahn singt

Denn es iſt gar ein unbilliges Urtheil des vornehmen Arabiſchen Poeten Pharezdaki, welcher/ da er ein ſehr ſchoͤnes Carmen einer Araberin geleſen/ geſagt: (wie Pocokius in der Vorrede ſeiner Anmerckungen uͤber das Arabiſche Carmen Tograi erzehlet) Galli cantum cum Gallina imitatur iuguletur: Wann die Henne wie der Hahn ſinget/ muß man ihr den Halß abſchneiden.

Aus: Daniel Georg Morhof: Unterricht Von Der Teutschen Sprache und Poesie/ deren Uhrsprung/ Fortgang und Lehrsätzen
Wobey auch von der reimenden Poeterey der Außländer mit mehren gehandelt wird. Kiel: Reumann, 1682 (1. Auflage), S.438-442 (Digitalisiert beim Deutschen Textarchiv)

Pharezdaki: wohl Al-Farazdaq (Hammam ibn Ghalib, Abu Firas, (um 641 – um 728-730). Er war Hofdichter des Kalifen Al-Walid I (705–715). Für sein berühmtestes Gedicht kam er in den Kerker (also immerhin nicht ums Leben).

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