George Bacovia PFAHLBAUTEN (1881 – 1957)

George Bacovia

PFAHLBAUTEN

Seit soviel Nächten hör ichs regnen,
Kann die Materie weinen hören…
Allein bin ich, es führt mein Denken
Zurück mich zu den Pfahlbau-Häusern.

Mir ist, ich schlaf auf feuchten Bohlen,
Von hinten eine Wog mich schlägt –
Ich fahre auf im Schlaf, mir scheint es,
Dass ich nicht fortzog heut den Steg.

Historisch-leer der Raum sich breitet,
Stets in derselben Zeit ich bin…
Und spüre wie vom vielen Regnen
Am Hinstürzen die Pfeiler sind.

Seit soviel Nächten hör ichs regnen,
Erschauernd ewig, wartend ewig…
Allein bin ich, es führt mein Denken
Zurück mich zu den Pfahlbau-Häusern…

(Übersetzung aus dem Rumänischen: Roland Erb)

LACUSTRA

De-atîtea nopti aud plouînd
Aud materia plîngînd…
Sînt singur, si ma duce-un gînd
Spre locuintele lacustre.

Si parca dorm pe scînduri ude,
In spate ma izbeste-un val –
Tresar prin somn, si mi se pare
Ca n-am tras podul de la mal.

Un gol istoric se întinde,
Pe-aceleasi vremuri ma gasesc…
Si simt cum de atîta ploaie
Pilotii grei se prabusesc.

De-atîtea nopti aud plouînd,
Tot tresarind, tot asteptînd…
Sînt singur, si ma duce-un gînd
Spre locuintele lacustre…

(aus: Plumb. 1916)

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