Georg Trakl

Else Lasker-Schüler

Georg Trakl

Georg Trakl erlag im Krieg von eigener Hand gefällt.
So einsam war es in der Welt. Ich hatt ihn lieb.

Aus: Else Lasker-Schüler, Sämtliche Gedichte. Hrsg. Friedhelm Kemp. München: Kösel Verlag, 1984, S. 151.

Ein Gedicht, das ich seit beinahe einem halben Jahrhundert kenne und fast genauso lange auswendig weiß, ich trage es manchmal als Ohr- oder Hirnwurm in mir. Das erste Gedicht von Else Lasker-Schüler, das mir begegnete, war Weltende, es stand in einem Schullesebuch, wenn es auch wahrscheinlich in der Schule nicht behandelt wurde, aber es begann seine magische Arbeit in mir. Trakl war mir damals, 1968, als eine Gedichtauswahl der Lasker im Aufbau Verlag erschien („Leise sagen“), zunächst nur der Name aus diesem Gedicht. Aber es änderte sich bald, im gleichen Jahr erschien die Reclamausgabe der Menschheitsdämmerung!

Heute vor 100 Jahren, am 3.11. 1914, starb Georg Trakl in einem Krakauer Militärhospital an einer Überdosis Kokain.

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