Wir saßen am fuß

Róža Domašcyna

Wir saßen am fuß

Wir saßen am fuß eines hügels, das kind und ich.
Ich schlug ein Buch auf. Lies laut, sagte das kind.
Da sprach ich: Li-Tai-Bo:
Entschwunden sind längst die Vögel in lichteren Höhn.
Wer weiß, wohin jedes müßige Wölkchen entwich.
Zwei gibt es, die können einander nie genug sehn:
Der Dsching-Ting-Berg und ich.

Ja, sagte das kind.

Aus: Róža Domašcyna: Feldlinien. Gedichte. Aus fünfundzwanzig Jahren. Mit fünf Holzschnitten von Karl-Georg Hirsch. Hrsg., gestaltet und mit e. Nachwort vers. von Jens-Fietje Dwars.
Bucha bei Jena: Quartus-Verl., 2014. 95 S. Originalbroschur. (= Edition Ornament Bd. 13.), S. 47.

Hier mehr über das Buch.

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