Ichten

Gebloggt zum Karfreitag:

Karfreitag 2014: Ein Gedicht von Paul Celan
Besinnung Ein Gruß an alle linken Christen und diejenigen, die Paul Celan mögen*

EINMAL,
da hörte ich ihn,
da wusch er die Welt,
ungesehn, nachtlang,
wirklich.

Eins und Unendlich,
vernichtet,
ichten.

Licht war. Rettung.

In: Paul Celan: Die Gedichte. Kommentierte Gesamtausgabe. suhrkamp taschenbuch 2005, S. 214

Das Gedicht entstand im September 1965.

ichten: Hier bezogen auf das Verb ichen, laut Grimm: ich sagen, eine frage mit ich beantworten, das ich stets im munde führen, immer von sich reden.

*) Aus einem Blog beim „Freitag“

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