Das Eigentum

1.7.4.6.2 volker braun: das eigentum

Textkette

Ausgewählt von Siegfried Völlger

 

Volker Braun

Das Eigentum

Da bin ich noch: mein Land geht in den Westen.
KRIEG DEN HÜTTEN FRIEDE DEN PALÄSTEN.
Ich selber habe ihm den Tritt versetzt.
Es wirft sich weg und seine magre Zierde.
Dem Winter folgt der Sommer der Begierde.
Und ich kann bleiben wo der Pfeffer wächst.
Und unverständlich wird mein ganzer Text.
Was ich niemals besaß wird mir entrissen.
Was ich nicht lebte, werd ich ewig missen.
Die Hoffnung lag im Weg wie eine Falle.
Mein Eigentum, jetzt habt ihrs auf der Kralle.
Wann sag ich wieder mein und meine alle.

 

Lyrik der DDR. Anthologie
Herausgegeben von Heinz Ludwig Arnold und Hermann Korte
ISBN-13: 9783100015334

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