Fragen

2 Heinrich Heine: Fragen

Jascha Dhal‎ Textkette
Mein Gedicht auf Sappho ist von Heinrich Heine:

Heinrich Heine
Fragen

Am Meer, am wüsten, nächtlichen Meer
Steht ein Jüngling-Mann,
Die Brust voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel,
Und mit düstern Lippen fragt er die Wogen:

»O löst mir das Rätsel,
Das qualvoll uralte Rätsel,
Worüber schon manche Häupter gegrübelt,
Häupter in Hieroglyphenmützen,
Häupter in Turban und schwarzem Barett,
Perückenhäupter und tausend andere
Arme schwitzende Menschenhäupter –
Sagt mir, was bedeutet der Mensch?
Woher ist er gekommen? Wo geht er hin?
Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?«
Es murmeln die Wogen ihr ewges Gemurmel,
Es wehet der Wind, es fliehen die Wolken,
Es blinken die Sterne, gleichgültig und kalt,
Und ein Narr wartet auf Antwort.

Aus: Die Nordsee, Zweiter Zyklus

Jede Person, welche bei einem Gedicht der Reihe „gefällt mir“ klickt, bekommtt eine(n) AutorIn zugewiesen. Dann einfach ein Gedicht raussuchen, posten und so die lyrische Kette fortführen. Bitte nicht vergessen, diesen Text (unter „So geht es“) vor das Gedicht zu setzen, damit andre die Reihe fortsetzen können.
Also Vorsicht: klicken Sie nur „like“ wenn Sie mitmachen wollen. Wozu alle eingeladen sind.
10. Februar um 20:09 ·

Sven Wenig und Georg Grieg gefällt das.

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